ETH-Professor Carl August Zehnder hat Modellrechnungen gemacht, wie man den unsozialen Steuertourismus verhindern, und gleichzeitig die Mängel des Finanzausgleich (Steuerfussausgleich und Steuerkraftausgleich) eliminieren könnte. Im
Tagi-Artikel erklärt er das Konzept, dass eigentlich schon bald zehnjährig ist, aber wieder oder immernoch brandaktuell ist: Der Umzug des nicht gerade armen UBS-Chef Marcel Ospel nach Wollerau, der dank dieser Züglete jährlich 4 Millionen weniger dem Fiskus abliefern muss, wird von vielen als sehr stossend empfunden, auch von mir. Mit Steuergerechtigkeit hat dies wenig zu tun.
Das Konzept ist so simpel wie bestechend: Wohngemeinde, Kanton und Bund besteuern nur noch Teile des Einkommens. Heute zahlen wir auf praktisch jeden Franken Verdienst sowohl Gemeindesteuer, Staatssteuer und direkte Bundessteuer. Nach Zehnders Konzept würde die Gemeinde alle Einkommen bis 50000 Franken besteuern, der Kanton zwischen 50000 und 800000 Franken, der Bund alles darüber. Die Steuerfüsse wäre nach wie vor unterschiedlich, würde aber viel weniger ins Gewicht fallen, und auch die Progression ist nach wie vor vorhanden.
Sicher sind noch ein paar Excel Spreadsheets notwendig, und der politische Prozess wäre lang, da Bund, Kantone und Gemeinden zustimmen müssten, aber es wäre schade um die Idee, wenn sie einfach schubladisiert würde. Esther jedenfalls ist mit mir einig, wie sie in ihrem
Blog schreibt.
Der Kommentar von Eric zu meinem Blog-Eintrag "Schweiz braucht mehr Unternehmer" - Amen, NZZ! brachte mich ins Sinnieren über den Begriff "Unternehmer". Wikipedia ist zwar etwas diffus, aber das wiederspiegelt vermutlich das allgemeine Verständnis, das wo
Aufgenommen: Nov 16, 12:15