Vor 45 Minuten haben die Urnen geschlossen und das grosse Zittern hat begonnen. Als Kandidat sitzt man da und dreht nervös Däumchen ... denn Wahlkampf ist im Grunde genommen Blindflug. Keine Ahnung, ob die Strategie aufgeht, ob man genügend Freunde und Bekannte mobilisiert hat ... es ist mir ganz recht, diesmal nicht selber Kandidat zu sein. Bis dann endlich endlich
das Resultat eintrifft, dauert es noch eine Weile.
Nutzen wir die 'tote Zeit', um einige grundsätzliche Überlegungen zur Wahl und Kandidaturen, Parteien und Profilen zu machen. Heute Vormittag habe ich das Essay von Kurt Imhof im Magazin gelesen:
"Wer ist Bürgerlich - Warnung! Nach dieser Lektion könnten Bürgerliche merken, dass sie Unbürgerliche gewählt haben. Und umgekehrt. ... lesenwert. Die These, dass Sozialdemokraten heute bürgerlich sind und die SVP nicht mehr ist spannend. (Dass die SVP nicht bürgerfreundlich ist, hatten
wir ja bereits erörtert).
Dass
Smartvote eine gute Sache ist, wurde immer wieder geschrieben. Was allerdings noch fehlt, ist eine History Funktion, d.h. eine Vergleichsmöglichkeit des Profils von gestern und heute. Ich hatte seinerzeit, vor der Gemeinderatswahl in Winterthur
mein Smartvote Profil hier im Blog abgespeichert:

Smartvote Profil Fredy Künzler November 2005
im Vergleich dazu mein aktuelles Profil vom September 2007:
Bevor mir jemand jetzt einen "Rechtsruck" vorwirft, hier noch der Vergleich mit meinen
Parteigspänli Genossinnen und Genossen (als Anhaltspunkt die Position von
Nationalrat Mario Fehr) ... ich (markiert mit dem Kreuz) bin weiterhin
linksliberal - also im Wesentlichen nichts
neues: